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Buchvorstellung: Was ein Hypnosetherapeut so liest (V)

Jess Stearn „Die unsterbliche Seeele. Geist und Reinkarnation.“

Der amerikanische Bestsellerautor Jess Stearn behandelt in diesem Buch das christliche Medium Maria Morena. Sein bekanntestes Werk gilt dem amerikanischen Medium Edgar Cayce und dessen Prophezeiungen in Trance. Er hat neun Bestseller und insgesamt 30 Bücher geschrieben, er war Journalist und Autor und suchte das Spektakuläre. Anfangs galt sein Interesse Randgruppen wie Drogenabhängigen, Prostituierten und Andersgeschlechtlichen, später zog ihn das Okkulte an. Er lebte von 26. April 1914 bis zum 27. März 2002 und verzichtete auf eine Beerdigung, da er davon ausging, dass er nach dem Tod weiterleben würde.

Das erste Kapitel hat er folgendermaßen betitelt: „Die Geister ernst nehmen.“
Maria Morena, das 60-jährige Medium, um das es in diesem Buch geht, saß auf ihrer Lieblingsbank auf dem Friedhof neben dem Grab des Schauspielers Tyrone Power und war in tiefe Meditation versunken. Sie war friedlich eingenickt und fühlte, zutiefst erfrischt, wie die Energie in ihrem Körper vom Solarplexus zum Dritten Auge strömte. Als sie anfing richtig einzuschlafen, berührte eine Hand sie an der Schulter. Sie wähnte sich in einem Traum und schüttelte sie ab. Doch da ertönte eine klare, kalte Stimme:

„Ich möchte, dass Sie eine Botschaft für mich überbringen!“

Für Maria ist es das erste Mal, dass sie eine Botschaft erhält ohne ganz in Trance zu sein. Die Stimme spricht weiter:

„Ich heiße Lydia, und Du sitzt am Fußende meines Grabes.“

Jetzt sieht sie die Erscheinung einer Frau mit langen schwarzen Haaren, sanften blauen Augen und Kummer im Gesicht. Sie bekommt folgende Botschaft. Sie soll den Eltern von Lydia und ihrer Schwester vermitteln, dass sie aufhören sollen zu trauern und nicht mehr jeden Tag sie auf dem Friedhof beklagen, da sie sich dann nach ihnen sehnt. Sie soll ihnen sagen, sie sei nicht tot, sie lebe. Maria bekommt dann einige Informationen über ihre Familie, damit diese ihr auch glauben. Kurz darauf kommen die drei mit einem schönen Blumenkranz, Lydia spricht sie mit Namen an und teilt ihnen Lydias Wunsch mit, den sie befremdet aufnehmen. Weiter gibt sie ihnen Ratschläge wie sie mit der Diabetes ihrer Mutter und der Arthritis ihres Vaters umgehen sollen. Tatsächlich kommen die drei daraufhin nicht mehr so oft an das Grab.

Maria Morenos Geister kamen nicht zufällig, sondern schienen immer einem dringenden menschlichen Bedürfnis zu folgen. Maria schien auch ungewöhnliche Heilkräfte zu besitzen, die nicht allein aus ihr kamen. Ihre Geisterärzte kamen durch Zeit und Raum, um Kranke, darunter auch den Autor des Buches, und Bekannte von ihm, mit unerklärlichen Operationen zu heilen, die alle schmerzlos waren. Anderen half sie bei ihren emotionalen oder finanziellen Problemen. Für den Autor schien es, dass es eine unerschöpfliche Quelle der Information gab. Für Maria war offensichtlich, dass der Tod nur der Anfang war. Die Geister teilten ihr auch mit, wie das Leben nach dem Tod aussah. Der normale Mensch tut sich natürlich schwer, sich vorzustellen, dass da Geister herumlaufen, die sich einigen Auserwählten sichtbar machen können. Fragen über Fragen. Wenn der Geist des Menschen tatsächlich weiterlebt, was geschieht dann, bis er sich wieder inkarniert und warum mischen sich die Geister, also die Verstorbenen in die Angelegenheiten der Lebenden ein?

Marias eigener Glaube kam aus ihren Erfahrungen. In ihrem Trancezustand wusste sie nicht, was sie sprach. Ihre Aufgabe bestand für sie darin, ein klarer Kanal Gottes zu sein. Es war etwas nicht Verkäufliches, das sie freudigen Herzens verschenkte. An Spenden nahm sie nur soviel an, wie sie brauchte, um Körper und Seele zusammenzuhalten. Es war ihr wichtig eine dienende Unabhängigkeit zu bewahren. Sie hatte nur sechs Schulklassen besucht. Sie konnte jedoch mittels automatischem Schreiben in Arabisch, Japanisch und Türkisch Mitteilungen machen

Die Geister waren aber nicht immer wohlwollend. Mit siebzehn hatte sie ein erschreckendes Erlebnis, das ihr viel sagte. Sie war damals hübsch und begehrt, doch es war ihr gelungen alle Verehrer abzuweisen, doch einer blieb hartnäckig und drohte sich zu erschießen, wenn sie ihn nicht erhörte. Sie hielt das für überspannt, doch genau das tat er. Kurz danach wurde sie in der Nacht abrupt geweckt und sah dicht vor sich sein Gesicht. Er hielt sie im Bett fest und drückte seine Lippen auf die ihren. Ein scharfer Schmerz durchfuhr sie und sie schrie laut:

„Der Kuss, der Kuss!“

Am nächsten Morgen wurde sie im Delirium sofort ins Krankenhaus gebracht. Die Diagnose lautete: Spinale Meningitis – ein Kuss des Todes.

Ihr Vater riet ihr dem Mann zu verzeihen, damit sein Geist nicht an die Erde gebunden bliebe. Sie tat wie geheißen, und innerhalb von 48 Stunden war sie genesen. Jess Stearn war skeptisch und fragte, ob der Geist je wiedergekommen sei. Marias Gesicht verzog sich zu einem Grinsen:

„Er hat keinen Grund mehr mich zu verfolgen. Ich bin eine alte Frau.“

Stearns erste Begegnung mit Maria verlief folgendermaßen: Sie verlangte von ihm nichts von sich preiszugeben, er solle einfach um drei Uhr da sein. Stearn war erschüttert über den Tod einer Freundin. Ein Mädchen wie aus dem Bilderbuch: Jung, schön, intelligent, reich. Er war pünktlich. Es erwartete ihn eine Bauersfrau aus Mexiko, eine kleine untersetzte Frau mit dunkler, rötlicher Hautfarbe. Sie saß hinter einem schmalen, wackelnden Tischchen und schaute ihn durch ihre stahlumränderten Brillengläser genau an. Ihre erste Frage war:

„Sind Sie schon einmal bei einem Medium gewesen?“ „Ein paar Mal. Aber sie gehen selten in Trance.“ „Dann sind es keine Medien, denn die Führer kommen zu uns, wenn wir in Trance sind – Clarita, die Zigeunerin, Dr. Jallikete, Pepe, der Bucklige und die anderen.“

Dann wird es dramatisch. Sie fängt mit den Armen in der Luft herumzuschlagen und schnaubt ein wenig. Ihre Stimme, die bisher einen starken Akzent gehabt hatte wird heller und freundlicher. Ihr Gesicht ist ausdrucksvoller geworden und sie lächelt. Sie scheint eine andere Person geworden zu sein.

„Ich bin die Zigeunerin Clarita. Ich komme, um die Geheimnisse des Jenseits zu enthüllen und bei den Problemen des Diesseits zu helfen. Vertrauen Sie auf die Geister, und Sie werden Hilfe finden, im Glauben an Gott. Denn nur in diesem Glauben werden Sie frei sein.“

Die Botschaft beginnt belanglos. Er solle mehr auf seine Ernährung achten und Sport treiben. Er wartet ab. Die Stimme ändert sich. Sie wird ernst.

„Ein Mädchen ist im Zimmer. Sie ist froh, dass sie hier sind. Sie hat an Sie gedacht. Sie ist blond und blauäugig und hat geweint. Sie heißt Ralphs. Sie lässt Ihnen sagen, dass ihr das, was sie getan hat, Leid tut. Es geschah in Mexiko, und sie handelte in einem Augenblick der Depression. Sie dachte, sie würde Frieden finden. Es bringt nichts, sich das Leben zu nehmen. Es wird dadurch nichts gelöst, weder hier noch im Jenseits.“

Obwohl Stearn zuhört und gelegentlich etwas äußert kann er das Ungeheuerliche dessen, was er wahrnimmt, nicht ganz erfassen. Es ist die Gegenwart eines Mädchens, vermutlich als Geist, mit dem er sehr stark beschäftigt ist. Er fragt:

„Warum hat sie sich das Leben genommen?“ „Unter Drogeneinfluss sind ihre emotionalen Reserven zusammengebrochen.“ „Wird sie Frieden finden?“ „Sie müssen für sie beten und Sie wird von Zeit zu Zeit zu Ihnen kommen.“

Die Sitzung ist beendet. Maria holt tief Atem und öffnet die Augen. Sie scheint vor Energie zu bersten. Sie teilt ihm mit, dass er eine starke Schwingung habe und selbst Kanal für das Übersinnliche sei. Dann teilt sie ihm mit, dass er eines Tages ein Buch über sie schreiben werde. Das weiß sie bereits, seit sie seinen Bestseller „Der schlafende Prophet“ über das amerikanische Medium Edgar Cayce gelesen hatte.

Im Laufe der Jahre wurden die beiden Freunde. Er war verblüfft über ihre Geister: Pepe, der Bucklige, war auf Finanzangelegenheiten spezialisiert und beriet ihn erfolgreich. Dr. Jallikete, das Haupt ihrer Gesundheitsberater, verschrieb ihm gegen eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung eine gekochte Mischung aus Weinstein, Grapefruitschalen, Grapefruitsaft und Wasser und die Entzündung klang in ein paar Tagen ab. Dr. Jallikete war nur eine Stimme mit japanischem Tonfall. Der bucklige Pepe war jedoch erstaunlich anzusehen. Vor seinen Augen versank Marias Kopf zwischen ihren Schultern, ihr Hals verschwand, und ihr Kopf ragte in einem Winkel aus einem ungestalteten Höcker heraus, der sich auf ihrem oberen Rücken gebildet hatte. Ihr Gesicht bekam einen schlauen, wachsamen Ausdruck und ihre Stimme wurde rau wie die eines Mannes.

Über das gemeinsame Interesse an parapsychologischen Phänomen lernten sich der Autor Jess Stearn und der Hypnosearzt Dr. Jussek kennen. Dr. Jussek war nicht einfach ein gewöhnlicher Arzt. Er war ein sehr guter Hypnotiseur und Akupunkteur und beschäftigte sich aus wissenschaftlicher Sicht mit Parapsychologie. Er war in Frankfurt als Internist ausgebildet worden und hatte eine Jungsche Ausbildung in psychosomatischer Medizin. Er arbeitete in den USA, im Orient, in Frankreich und in Österreich.

Nach einer Sitzung mit Maria Moreno war er fasziniert von ihren Geisterärzten. Er staunte, als Dr. Jallikete hoch in der Atmosphäre eine Bluttransfusion vornahm, Dr. Dermetz einen Luftröhrenschnitt und Dr. Karnacke einen gefährlichen Bluthochdruck durch eine unsichtbare Spritze senkte. Es war wild, verrückt und unverständlich. Aber es schien zu funktionieren.

Maria war der Ansicht, dass dem einzelnen Menschen seine eigene Zukunft verborgen ist – aber nicht dem Hellseher. Stearn fragt sie, ob jeder Mensch von Geburt an, sein eigenes Schicksal in sich trage. Maria lächelt ihr kindliches Lächeln: „Die Bibel sagt, unsere Tage sind gezählt wie die Haare auf unserem Kopf.“

Stearn fragt sie, ob nichts geändert werden könne. Ihre Antwort lautet:

„Nur die Reaktionen lassen sich ändern, und das entscheidet darüber, ob wir glücklich sind oder nicht. Ein Mensch kann Freude an seinem Leben haben oder es bejammern.“

Er meint:

„Also manche sehen die Flasche halb voll, die anderen halb leer?“ „Genau, Jess Stearn.“

In einer Sitzung geschieht etwas Neues. Das Medium Maria nimmt Kontakt mit einer Sterbenden auf, sonst sprechen ja immer Verstorbene, landläufig Geister, aus ihr. Für Maria macht das keinen großen Unterschied. Zwischen den Lebenden und den Toten gibt es nur eine hauchdünne Trennung. Der Astralkörper, der die Seele umhüllt geht bei einem Bewusstlosen oder Sterbenden bereits in All hinaus, wo er auch von den Verstorbenen zu finden ist. Der Astralkörper ist die Energieform des Geistes und mit dieser Energieform kommunizieren die Geistwesen, die durch Maria sprechen, denen sie ihren Körper zur Verfügung stellt.

Um mehr von diesen Vorgängen zu erfahren kommen der Autor Jess Stearn und der Hypnosearzt Dr. Jussek auf die Idee Maria nicht mehr nur in Trance zu beobachten, sondern sie in Hypnose zu versetzten, um ihr dann gezielt Fragen stellen zu können. Maria zögert zuerst lässt sich dann aber darauf ein.

Dr. Jussek führt sie in ein früheres Leben zurück. Sie findet sich in Sikkim wieder, wo sie eine Schülerin bei dem Weisen Rampa war und eine hohe geistige Schulung erfuhr; dann findet sie sich in Leipzig wieder, wo sie hinter einem Weinfass versteckt, der Ermordung ihrer Eltern beiwohnt.

Dr. Jussek ist an dem Thema Reinkarnation interessiert und fragt sie, was darüber entscheidet, wann wir zurückkommen.

„Die Art, wie wir leben, unsere Entscheidungen, das Karma, das wir mit unseren guten oder schlechten Handlungen erzeugen. Manche Menschen kommen gleich wieder zurück. Und erstaunlicherweise sind das nicht die guten Menschen, sondern die schlechten. Es sind die Menschen, die große Verbrechen hervorgerufen haben. Sie kommen blind, verkrüppelt oder krank zurück, oft mit einem angeborenen Leiden.“

Ein Teilnehmer der Séance war als Jugendlicher in Hitlers Wehrmacht eingezogen worden und fragt mit verständlicher Neugier: „Ist Hitler schon zurückgekommen?“ „Er ist der Antichrist“, sagt Maria mit leichtem Schaudern. „Ist er in der Hölle?“ „Es gibt keine Hölle, außer in den Gedanken der Menschen.“ Aber Hitler erlebt diese Hölle, dessen ist sie sich sicher.

Dr. Jussek fragt weiter: „Behält das Individuum von einem Leben zum nächsten seine Identität bei?“ „Es gibt viele Körper, aber nur ein Leben lang. Die Seele, die das Geschenk Gottes ist, durchläuft zahllose Kreisläufe. Deshalb gibt es Seelenpartner, die immer wieder, von einem Leben zum nächsten, ihr Karma miteinander verarbeiten.“

Jess Stearn fragt: „Was ist der Unterschied zwischen Geist und Seele?“ „Der Geist ist Teil der Seele, so wie ein Gedanke Teil des Verstandes ist. Das eine kann ohne das andere nicht sein, aber die Seele ist die Essenz und der Geist ihre Widerspiegelung.“ „Gibt es in der geistigen Welt Freunde und Familien?“ Maria seufzt: „Nicht so wie hier. Sie sind sich anderer Geister bewusst, aber es gibt keine Probleme oder Aktivitäten des Fleisches, nur einen Austausch von Energien.“

Ein anderer Teilnehmer fragt: „Warum tauchen die Geister nicht immer auf, wenn jemand intensiv an sie denkt?“ „Ha“, sagt Maria. „Das ist eine gute Frage. Alles kommt darauf an, ob man die richtige Schwingung hereinbringen kann, wie bei der Elektrizität oder beim Radio oder Fernsehen. Die Energie ist da, aber man braucht das passende Signal und die passende Frequenz, den Strahl, um sie zu kanalisieren. Deshalb ist das Medium der Kanal.“

„Warum sind wir überhaupt auf der Erde, was ist unser Ziel in diesem Leben?“ „Wir sind hier, um Gottes Auftrag für uns erfüllen zu helfen. Danach gehen wir in neue und höhere geistige Dimensionen weiter, bis wir schließlich zu Begleitern Gottes werden.“ „Und dann müssen wir nicht mehr zurückkommen?“ „Dann ist unsere Arbeit getan und wir können uns ausruhen.“

Dr. Jussek fragt: „Warum muss es Krankheit geben?“ „Sie ist Teil unserer Entwicklung. Manche Krankheiten entstehen psychisch, aus widersprüchlichen Schwingungen, die eine innere Dissonanz widerspiegeln – Körper und Bewusstsein sind uneins miteinander. Manche Krankheiten werden von außen verursacht, wie z. B. Unfälle auf der Autobahn. Aber alles ist Teil des Wachstumsmusters eines Menschen.“

Jess Stearn fragt: „Wie können manche Menschen die Zukunft vorhersagen, wenn die Zukunft noch gar nicht geschehen ist und es auch gar keine Anzeichen dafür gibt?“ „Alles geschieht gleichzeitig, und es ist alles auf derselben Ebene. Es kann sich jedoch nicht unmittelbar in einer Aktivität oder Handlung ausdrücken, weil die Menschen in physischen Grenzen, in Raum und Zeit leben. Aber im Denkbewusstsein eines Menschen, das mit dem größeren Denkbewusstsein des Universums eins ist, geschieht es schon. So stimmt sich also der Hellseher, dessen Unterbewusstsein keine räumlichen und zeitlichen Begrenzungen kennt, in das Denkbewusstsein ein, das sich dann allmählich im bewussten Rahmen von Zeit und Raum ausdrückt.“

Das sechste Kapitel, gilt den Geistern, die Maria als Kanal benützen. Wie immer wendet Dr. Jussek Hypnose an, um einen klareren Kanal zu bekommen. Es zeigt sich, dass sie in vielerlei karmischer Hinsicht mit ihren Geistwesen verbunden ist. Es würde zu weit führen, all ihre Verknüpfungen hier aufzuführen. Letztlich berichtet sie das gleiche von der Seelenwanderung, wie sie der Buddhismus oder die Steinersche Anthroposophie ebenfalls konstatieren.

Interessant finde ich folgende Frage: „Weiß die Seele, wann sie wieder in den Körper muss?“ Meister Rampa spricht gerade aus ihr: „Die Seele ist noch nicht im Embryo der Mutter, sondern kommt erst hinein, wenn das Kind geboren ist.“ Weitere Themen sind die Gottesnatur, ob es Leben auf anderen Planeten gibt, was sie verneint, doch auf einer höheren Stufe werden die Menschen einer höheren Intelligenz begegnen

Das Buch schließt mit einem Nachwort von Dr. Jussek. Er macht sich Gedanken über den Übergang vom Tod zum Leben und sucht dabei Rat bei so berühmten Gelehrten und Weisen wie dem Psychoanalytiker C. G. Jung, den indischen Heiligen Bhagavan Krishna, Paramahansa Yogananda, dem Arzt und Ernährungswissenschaftler Bircher-Benner.

Er selber ist der Meinung, dass Bewusstsein nicht von dem Vorhandensein von Körpergewebe abhängt, und dass es nicht mit dem Tode endet. Er bezieht sein Wissen aus seinen Yogastudien und aus Erfahrungen, die er in der Meditation gewonnen hat. Er ist sich sicher, dass in Zukunft die Menschen einen höheren Bewusstseinszustand erlangen werden. Dadurch wird ihnen klar werden, dass das Bewusstsein weiterbesteht, wodurch der Tod seinen beängstigenden Charakter verliert. Er wird dann konsequent als notwendiger Teil eines Entwicklungsprozesses betrachtet werden.

Er betont noch einmal die Arbeit mit dem Medium Maria Morena. Er hält sie für das erstaunlichste Medium, das er je gesehen hat. Er fragt sich, ob nicht Gott sie auserwählt hat, um der Menschheit einen ermunternden Blick in das ewige Leben zu gestatten.

Das Phänomen Maria Morena ist nichts Außergewöhnliches. Bei Naturvölkern, die das kritische Bewusstsein noch nicht so hervorheben, wie unsere westliche Gesellschaft tritt es uns in der Form der Besessenheit entgegen (vgl. dazu auch meine Doktorarbeit „Der Gnawa-Kult Trancespiele, Geisterbeschwörung und Besessenheit in Marokko“, 1990. 379 S.) In Europa nannte man es im 18. und 19. Jahrhundert Spiritismus. Der bekannteste Vertreter derzeit ist sicher das brasilianische Medium Joao de Deus, der in der Nähe von Brasilia wirkt und hin und wieder auch in Europa anzutreffen ist. Seine Fähigkeiten durfte ich ja am eigenen Leib erfolgreich erleben, als er meine Glaukomdruckwerte von 15 auf den Normwert 11 korrigierte (bei gleichzeitiger Einnahme der schulmedizinischen Medikamente).

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